Hochwertige Produkte aus Pappe und Karton waren schon immer eine Stärke der Marke PAPSTAR, die ihren Ursprung in der 1873 von Oswald Matheis in Schleiden-Olef gegründeten Pappenfabrik hat. Verwaltung und Logistikzentrum am heutigen Standort in D-53925 Kall wurden in den Jahren 1981/1982 bezogen.
HISTORIE
Zeitreise
Es gibt Verbrauchsgegenstände, die ganz simpel sind, fast profan. Und doch sind ihr Design und ihre Form einzigartig, wecken Erinnerungen und erzeugen Gefühle.
Können Sie sich an Ihre erste Currywurst "auf die Hand" erinnern? Oder an die Sommer im Freibad, wo das Mittagessen aus einer Portion Pommes Frites mit Mayonnaise bestand?
Untrennbar damit verbunden sind die typischen Pappschalen mit dem gewellten Rand. Oder Pappteller: Auf keinem Kindergeburtstag im Garten oder bei einem Picknick im Park durften die ebenso charakteristischen Kreise mit den Riffeln am Rand fehlen. Sie waren zwingend notwendig - nicht nur, um Nudelsalat oder krümeligen Marmorkuchen davon zu essen, sondern auch als Frisbee-Ersatz oder um daraus lustige Masken zu basteln. Keine Frage: Der Pappteller und die Pommesschale sind zwei Stücke deutscher Kulturgeschichte. Hierzulande geht diese Geschichte auf Hermann Henschel aus Luckenwalde zurück.
Der gelernte Buchbindermeister und Erfinder war im Jahr 1867 der erste Hersteller von Papptellern. Seine Motivation: Er wollte aus medizinischen Gründen Lebensmittel hygienischer verpacken. Dieser Trend zog auch zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den USA Erfindungen nach sich, so etwa den von Lawrence Luellen und Hugh Moore erfundenen Pappbecher, der ursprünglich die Form eines Kegels hatte.
Auch heute und mehr denn je ist die Hygiene eines unter vielen guten Argumenten für Einmalgeschirr. Aber zurück nach Deutschland, zurück ins 19. Jahrhundert. Denn schon 1873, kurz nach Hermann Henschels Erfindung, gründete Oswald Matheis über 600 Kilometer weiter westlich, in Olef in der Eifel, seine Pappenfabrik - die Keimzelle des heutigen Unternehmens PAPSTAR.
Chronik
2024 - 2026
Bert Kantelberg scheidet nach über 25 Jahren als Geschäftsführer der GmbH beziehungsweise Vorstandsvorsitzender der PAPSTAR Holding AG aus, bleibt der PAPSTAR Group allerdings im Aufsichtsrat weiter erhalten.
Tom Kantelberg wird zum alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführer der PAPSTAR GmbH um zum 1. Januar 2026 zudem als Vorstandsvorsitzender der PAPSTAR GmbH berufen.
Im Zuge des erfolgreichen Relaunches der Corporate Webseite papstar.com wird auch das PAPSTAR-Logo einer Frischzellenkur im Sinne einer Gesamtharmonisierung der Schrift-Bild-Komposition mit neu justiertem Blumen-Signet unterzogen.
2022
2020
Bert Kantelberg gründet gemeinsam mit der PAPSTAR Holding AG die RICK Produktion GmbH, D-53937 Schleiden-Olef. Diese wiederum erwirbt 100 Prozent der Anteile des Vorgängerunternehmens CL. RICK Produktionsgesellschaft mbH & Co. KG.
Da PAPSTAR von Lösungen im Sinne eines kreislauforientierten Stoffstrommanagements überzeugt ist, wird als Spin-off die PAPSTAR Solutions GmbH gegründet. Diese übernimmt nicht nur den Vertrieb und die technische Wartung von Bio-Konvertern der Marke Oklin, sondern bietet auch Beratungsleistungen an und kümmert sich im Eventbereich um die Warenversorgung mit Produkten aus nachwachsenden Rohstoffen sowie individuell ausgerichtete Entsorgungskonzepte.
2019
2018
Für seine Verantwortung für Mensch und Natur wird PAPSTAR erstmals mit dem GREEN-BRANDS-Award ausgezeichnet. Mit diesem international anerkannten Gütesiegel, eine eingetragene und geschützte EU-Gewährleistungsmarke für ökologische Nachhaltigkeit, werden Marken und Unternehmen geehrt, die sich nachweisbar in hohem Maß für Umwelt, Nachhaltigkeit sowie ökologische Lebens- und Produktionsbedingungen einsetzen.
Als Unterzeichner des United Nations Global Compact (UNGC) fühlt sich PAPSTAR den weltweit festgeschriebenen Zielen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung verpflichtet und richtet seine Geschäftstätigkeit an den zehn universellen Prinzipien des Global Compact in punkto Menschenrechte, Arbeitsstandards, Umweltschutz und Antikorruption aus.
2018
2015
Am Unternehmensstandort in D-53925 Kall wird der erste Bio-Konverter der Marke Oklin, unter anderem zur faserrückgewinnenden Aufbereitung von Einmalgeschirr aus nachwachsenden Rohstoffen in Betrieb genommen.
Die Gesellschaftsform ändert sich: Aus der PAPSTAR GmbH & Co. KG (Personengesellschaft) wird eine GmbH (Kapitalgesellschaft).
2012
2012
Mit der Neugründung der PAPSTAR Service GmbH werden die Dienstleistungskompetenzen am Point of Sale outgesourct.
Für den Unternehmensstandort in D-53925 Kall wird ein Qualitäts- und Umweltmanagementsysteme nach DIN EN ISO 9001 und 14001 aufgebaut.
2009
2008
PAPSTAR stellt mit der Einführung der Sortimentslinie "pure" (Einmalgeschirr aus nachwachsenden Rohstoffen) die Weichen in Richtung Zukunft.
Die Wort-Bild-Marke PAPSTAR (Welle mit integriertem weißen Schriftzug) wird am 21. Januar vom Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) ins Register eingetragen, die internationale Registrierung unter der Nummer IR699977 erfolgt am 19. März.
1998
1997
Gründung der CL. RICK Produktions-Gesellschaft mbH & Co. KG (heute RICK Produktion GmbH, ein Unternehmen der PAPSTAR-Gruppe): Die Firma Oswald Matheis GmbH & Co. KG wird zeitgleich zum 31. Dezember 1996 aus dem Handelsregister gelöscht, um mit PAPSTAR beziehungsweise der RICK Produktions-Gesellschaft zusammengelegt zu werden.
Als langjähriger "Spiritus Rector" zieht sich Clemens Rick († 25. April 2012) von PAPSTAR zurück, um fortan mit einer eigenen Gesellschaft die Produktion in Schleiden-Olef zu übernehmen. An seine Stelle tritt als alleiniger Geschäftsführer sein Schwiegersohn Bert Kantelberg. Seine Anteile an der Vertriebsgesellschaft überträgt Rick an seinen Partner Gernot Langes-Swarovski, einen der bekanntesten Unternehmer Österreichs.
1997
1994
Durch einen einstimmigen Gesellschafterbeschluss wird Bert Kantelberg zum alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführer der PAPSTAR Vertriebsgesellschaft mbh & Co. KG bestimmt und steht somit gemeinsam mit Clemens Rick an der Unternehmensspitze.
PAPSTAR unterstützt die Einführung des Dualen Systems (haushaltsnahe Sammlung und Entsorgung von gebrauchten Verkaufsverpackungen in Deutschland). "Der Grüne Punkt" wird bewusst vor dem Inkrafttreten der Verpackungsverordnung zum 12. Juni 1991 von einem Verbund in Deutschland tätiger Unternehmen der Lebensmittel- und Verpackungsbranche, darunter auch PAPSTAR, gegründet - ein zweites Entsorgungssystem zusätzlich zum bestehenden öffentlich-rechtlichen Abfallbeseitigungssystem, daher der Name "Dual".
1991
1984
Clemens Rick forciert die strikte Schwarz-Weiß-Ausrichtung von PAPSTAR; dazu entwickelt das Grafische Atelier "Stankowski + Duschek" aus Stuttgart die markante Welle als Sinnbild für ein aufstrebendes Unternehmen.
Bert Kantelberg (auf dem Foto mit Markus Mörsch, heutiger Direktor Einkauf) gründet nach einem Jahr im Unternehmen die erste internationale Niederlassung PAPSTAR B.V. im niederländischen Tilburg (Nordbrabant).
1984
1983
Bei PAPSTAR in Kall wird groß gefeiert: 110 Jahre Oswald Matheis in Kombination mit der Vorstellung des neuen Vertriebs- und Logistikzentrums.
Die PAPSTAR Vertriebsgesellschaft mbH & Co. KG zieht nach und nach an den heutigen Standort nach Kall (Verwaltungszentrale und Logistikzentrum) um.
1981/82
1980
Im Rahmen einer Sortimentserweiterung lässt PAPSTAR ein zusätzliches Aktionslogo für "neue, dynamische Haushaltsprodukte" entwickeln.
Die PAPSTAR Vertriebsgesellschaft mbH & Co. KG wird offiziell aus der Taufe gehoben.
1979
1975
Blumen von PAP STAR: Die Oswald Matheis GmbH & Co. KG setzt auf bunte Farben, vornehmlich ein knalliges Orange. Noch im selben Jahr wir PAPSTAR (erstmals zusammengeschrieben) zur eigenständigen Marke.
Clemens Rick wird Gesellschafter der Oswald Matheis GmbH & Co. KG und steuert somit maßgeblich die weitere Unternehmenspolitik beziehungsweise -entwicklung.
1974
1972
Als reine Wortmarke wird PAP STAR (Claim: Für mehr Freizeit-Freude) beim "Madrider Abkommen über die internationale Registrierung von Marken von 1891" registriert.
Als Geschäftsführer der Oswald Matheis GmbH & Co. KG kreiert Clemens Rick den Namen beziehungsweise die Produkt-Marke PAP STAR. Auffällig bei der Schreibweise: Das Leerzeichen zwischen PAP und STAR.
1969
1969
Übernahme der Pappenfabrik Oswald Matheis GmbH & Co. KG Schleiden-Olef durch Gernot Langes-Swarovski († 21. Januar 2021), später alleiniger Aktionär der PAPSTAR Holding AG.
1873
Gründung der Pappenfabrik Oswald Matheis in Schleiden-Olef.